Es gibt Momente, in denen wir erkennen: Alles hat seinen Platz in einem großen Zusammenspiel — wir eingeschlossen. Nichts steht für sich. Alles ist eingebettet in eine Ordnung, die weiter reicht als wir selbst. Und wo alles seinen Platz hat, fehlt nichts: Dieses Erkennen erfüllt uns zutiefst mit dem Vertrauen in das Leben und was sich in ihm offenbart.
Wenn das, was sich in uns entfaltet, seinen Platz im Leben findet, spüren wir Dankbarkeit. Wir fühlen uns getragen vom Sein, getragen vom Fluss des Lebens. Wir erkennen, dass nichts festgehalten werden muss, was getragen wird.
Was in der Origo als Ursprung ruhte und sich in der Nexus entfaltete, kommt in der Kosmos in der Welt an. Es öffnet sich nun ein weiterer Raum, wird Fläche, wird Ort: Dreißig Quadrate treten zwischen die Formen. Das Quadrat symbolisiert seit jeher die grundlegenden Eigenschaften unserer Welt: vier Himmelsrichtungen, vier Elemente, vier Jahreszeiten.
TIEFERE BEDEUTUNG
Zweiundsechzig Flächen, drei Formprinzipien: Dreieck, Quadrat, Fünfeck — die Zahlen Drei, Vier und Fünf. Zusammen bilden sie das älteste Maßdreieck der Menschheit: 3² + 4² = 5². Mit einer Seilschleife aus drei, vier und fünf Einheiten errichten Baumeister seit Jahrtausenden rechte Winkel — von Babylon über Indien bis in die Dombauhütten des Mittelalters. Drei, Vier und Fünf sind die Zahlen, mit denen Menschen Welt bauen. In der Kosmos sind sie als Formen vereint. Die zwanzig Dreiecke des Ursprungs sind noch da. Die zwölf Fünfecke der Entfaltung ebenso. In der Musik entspricht dem der Dreiklang: drei Töne, jeder für sich vollständig, zusammen ein Klang, der mehr ist als seine Stimmen. So ist es auch mit uns. Eingebettet sein heißt: seinen Ort haben in einem Ganzen, das sich bewegt — und sich mit ihm wandeln, ohne sich zu verlieren.
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